ChangeReport 04/2009
In Kürze erscheint "Die sieben Irrtümer des Change Managements - Und wie Sie sie vermeiden" von Dr. Willibert Schleuter und Johannes von Stosch. Das Buch beleuchtet am Beispiel von Audi, wie Veränderungsprozesse in Unternehmen erfolgreich durchgeführt werden.
Beschrieben werden Erfahrungen und gelebte Praxis, weniger Rezepte und Techniken. Im Zentrum steht die Frage, welche Anforderungen Veränderungsprozesse an Führung und Organisation stellen und wie die Werteorientierung darauf ausgerichtet werden muss. Die Kernbotschaft lautet: "Wer verändern will, muss selber zur Veränderung bereit sein und sich der Zukunft und seinen Mitarbeitern gegenüber öffnen."
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Endorsements von Prof. Dr. Lutz Kaufmann, Franz Fehrenbach, Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Burkhard Göschel, Prof. Dr. Martin Winterkorn.
Dr. Willibert Schleuter war von 1996 bis zum Jahr 2008 Leiter der Elektronikentwicklung der AUDI AG. In dieser Zeit hat er einen der massivsten Veränderungsprozesse des Unternehmens maßgeblich gestaltet und vorangetrieben. Dabei wurde er unterstützt und beraten durch seinen Coautor Johannes von Stosch - bis zu seinem Tod im Mai 2009 ein erfahrener Berater, Trainer und Coach bei der ChangePartner AG. In ihrem Buch beschreiben die beiden Autoren, welche allgemeingültigen Faktoren sich für ein erfolgreiches Change Management aus dem Audi-Projekt ableiten lassen - und welche Irrtümer nur allzu leicht begangen werden. Das Resultat ist vor allem ein Plädoyer dafür, den Veränderungsprozess als eine Leistung zu begreifen, die von Belegschaft und Führungskräften gemeinsam erbracht werden muss.
Das Buch startet mit der Erörterung, warum so viele Change-Projekte scheitern. Dann thematisieren sieben Kapitel sieben markante Aspekte, die sich im Zuge des Wandlungsprozesses bei Audi anders entwickelten als zunächst gedacht, und anders, als ein Großteil der Literatur über Change Management propagiert. Schließlich gehen die Autoren der derzeit drängendsten Frage nach: Welchen Führungsstil braucht Wandel?
Für die Autoren ist das Bild vom Unternehmen als einer komplexen Maschine, die sich von einem kompetenten "Steuermann" lenken lässt, passé. Ihre Prämisse lautet dagegen, dass Führungskräfte die Mitarbeiter aktiv mit einbeziehen und deren Vorschläge berücksichtigen sollten - ein Schritt, vor dem in letzter Konsequenz viele Unternehmen immer noch zurückschrecken. Für die Autoren hat sich jedoch erwiesen, dass eine Beteiligung der Mitarbeiter entscheidende Kräfte freisetzt, um auch gerade schmerzhafte Veränderungen zu realisieren und mitzutragen. So kritisieren die Autoren, dass auch viele Change Manageent Ansätze die Rolle von Emotionen unterbewerten. Doch die Erfahrung zeigt, dass viele Mitarbeiter ein starkes Bedürfnis haben, in Krisen ihren Beitrag zu leisten. Werden die Mitarbeiter emotional mitgenommen, entsteht eine enorme Energie, die Prozesse ungeahnt beschleunigen kann - so ein Fazit des Buches.
Bei Audi hat der Change Management Prozess zu dringend notwendigen Produktinnovationen und einem grundlegenden Wandel der Unternehmenskultur geführt. So ist es gelungen, einen Automobilhersteller, der lange dem Wettbewerb hinterhergefahren ist, wieder ganz nach vorn zu bringen: Inzwischen gelten die Autos aus Ingolstadt als die Zuverlässigsten weltweit, ihr Bedienkonzept als revolutionär einfach und ihre Lichttechnik als führend.
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